Rückwirkende Spam-Entfernung möglich

EnterpriseSicherheit

Der Messaging-Spezialist Cloudmark hat eine neue Lösung auf den Markt gebracht. Diese soll durch ein spezielles Filtersystem rückwirkend Spam entfernen können. Dabei kommen neuartige Tagging-Techniken zum Einsatz. Bereits zugestellte, jedoch später als Spam getaggte Nachrichten können so aus dem Posteingang entfernt werden.

Das heute angekündigte Produkt ‘ActiveFilter’ von Cloudmark richtet sich – wie die meisten Lösungen des Anbieters – an Serviceprovider. Sie sollen die Lösung in großem Maßstab einsetzen und ihren Kunden so einen praktischen Mehrwert verkaufen können. Der Endverbraucher soll so spamfreie Posteingänge erhalten.

Wie der Anbieter mitteilte, soll ActiveFilter das Wettrennen zwischen Spammer und Anwender nun erstmals zugunsten des Nutzers entscheiden. Dabei leiden Serviceprovider besonders unter Spam, da schätzungsweise über 15 Prozent ihres Nachrichtenspeichers allein durch Spam belegt wird.

ActiveFilter überwacht kontinuierlich die zugestellten Nachrichten und stellt fest, ob von diesen im Nachhinein noch Mitteilungen als Spam identifiziert werden. Sollte also eine Spam-Nachricht den Filter passieren und ausgeliefert werden, kann ActiveFilter diese nachträglich noch entfernen. Das Alleinstellungsmerkmal der Lösung ist dabei laut Cloudmark die Skalierbarkeit. ActiveFilter muss außerdem nicht jede Nachricht erneut scannen, um festzustellen, ob sie mit neu angelegten Spam-“Fingerabdrücken” übereinstimmt.

Stattdessen arbeitet die Lösung mit einem Verfahren, bei dem der Nachrichtenspeicher angewiesen wird, lediglich die nachträglich als Spam identifizierten Nachrichten zu verschieben oder zu löschen, ohne jedoch die restlichen legitimen Mitteilungen erneut prüfen zu müssen. Dieser Ansatz soll Ressourcen sparen und gleichzeitig die Funktion schneller und effektiver machen. Cloudmark ActiveFilter wird im dritten Quartal 2008 als Add-on-Funktion zum ‘Edge-MTA Cloudmark Gateway’ allgemein verfügbar sein.