Gates Vermächtnis für Microsoft

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In einer sehr gefühlsbetonten Rede ließ der scheidende Microsoft-Chef William ‘Bill’ Gates die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren und verabschiedete sich von seinen engsten Mitstreitern. Gleichzeitig betonte er aber nochmals, dass es ein Abschied auf Raten sein wird.

Der Abschied fiel Bill Gates, Mitgründer von Microsoft und jahrelanger CEO, offensichtlich schwer. Vor etwa 800 Mitarbeitern kündigte er an, noch etwa zwei Jahre den Hauptteil seiner Arbeit für Microsoft einzusetzen und den kleineren Teil für seine eigene Wohltätigkeitsorganisation, die Gates Foundation.

Dieses Verhältnis werde sich spätestens in zwei Jahren umkehren – er wolle dann nicht mehr so aktiv ins Geschäft eingreifen. Dann ist er nur noch Chairman und Senior Technical Adviser, versprach er. Diese Abschieds-Ankündigung vom Freitag Abend hielt er vor allem deshalb für notwendig, um intern die bestmöglichen Übergangsregelungen zu schaffen. Die Übergabe an seinen jahrelangen engen Mit-Manager Steve Ballmer ist bereits weitgehend vollzogen.

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“Als Paul Allen und ich Microsoft vor 30 Jahren gründeten, hatten wir große Träume von Software”, sagte Gates. “Wir hatten Träume davon, welche Wirkungen sie auslösen würde. Wir sprachen über einen Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause. Es ist verblüffend, dass vieles von diesen Träumen Realität wurde, und zu sehen, wie viele Leben sie inzwischen berühren. Ich habe mir nie vorstellen können, welch eine unglaubliche und wichtige Firma sich aus diesen ersten Träumereien entwickeln würde.”

Auch in den kommenden 30 Jahren soll Microsoft diese Rolle weiter spielen, sagte Gates in seiner Abschiedsrede. So blicke Microsoft aktuell auf das erste “12-Milliarden-Dollar-Quartal” zurück. Der Umsatz gehe in die Millionen und der Konzern stellt jährlich Tausende von Menschen neu ein. Anfangs, so erzählte Gates, habe er alles selbst noch einmal nachkontrolliert: Jedes Bewerbungsgespräch und jede Zeile Code. Davon musste er sich nach und nach verabschieden.