Webbrowser: Mindestens haltbar bis Ende 2008

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Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich fordern ein Verfallsdatum für Webbrowser. In einer gemeinsamen Studie mit IBM haben sie die Zugriffsdaten der Suchmaschine Google analysiert.

In einem Zeitrahmen vom Januar 2007 bis Juni 2008 wurde der weltweite Zugriff von Nutzern ausgewertet. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass viele Surfer mit veralteten Versionen ihrer Webbrowser im Internet unterwegs sind. Besonders betroffen ist Microsofts Internet Explorer (IE).

Der IE hat mit 577 Millionen Menschen einen riesigen Anteil in der untersuchten Gruppe. Insgesamt sind es 736 Millionen Anwender, die mit einer alten Browser-Version surfen.

Nutzer anderer Browser legen hingegen mehr Wert auf aktuelle Programmversionen. So verwenden 38 Millionen Surfer eine alte Mozilla Firefox-Version. Bei Apples Safari sind es 17 Millionen und bei Opera sogar nur 5 Millionen Anwender.

Die Züricher Forscher sehen in diesen Ergebnissen ein großes Sicherheitsrisiko. Sie begründen dies damit, dass man bei Verwendung einer alten Version, deutlich leichter Opfer einer Attacke werden kann. Deshalb fordern sie das Verfallsdatum für Browser, welches deutlich sichtbar im Browser-Fenster platziert werden soll. Fraglich ist jedoch, ob sich die Browser-Entwickler an diesen Vorschlag halten.

Fotogalerie: Neue Funktionen im Firefox 3

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