Aktienoptionen – Ermittlungen gegen Apple eingestellt

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Das US-Justizministerium hat seine Untersuchungen im jahrelangen Skandal um falsch datierte Aktienoptionen beim Computerkonzern Apple offenbar eingestellt. Das berichtet das Wall Street Journal und beruft sich dabei auf informierte Kreise.

Es werde keine Klage gegen das Unternehmen oder seine Manager eingereicht. Ende 2006 hatte Apple nach eigenen Untersuchungen Fehler eingeräumt und diese korrigiert, dieser Schritt war mit Belastungen in zweistelliger Millionenhöhe verbunden.

Seitdem hatten sich die Ermittlungen über zwei Jahre hingezogen. Weder das Ministerium noch Apple wollten sich zu dem Zeitungsbericht äußern. Erst vor kurzem hatte ein Aktionär Konzernchef Steve Jobs und weitere Manager erneut verklagt. Ein ähnlicher Vorstoß des Mannes war allerdings im vergangenen Jahr laut US-Medien abgewiesen worden.

Die Rückdatierung von Aktienoptionen war in den USA eine weit verbreitete Praxis und löste eine Welle von Untersuchungen und Klagen bei zahlreichen Unternehmen aus. Viele Manager verloren ihre Jobs.

Bei der Rückdatierung der als Vergütung gezahlten Optionen wird nachträglich ein Termin ausgesucht, zu dem der Kurs der Aktie niedrig war. So lässt sich bei der späteren Einlösung der Optionen mehr Gewinn erzielen. Dies geht auf Kosten des Unternehmens und damit der Aktionäre.