Ebay wächst zweistellig

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22 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr meldet das Online-Auktionshaus Ebay. Die Anleger hingegen scheinen diese Nachricht mit einem Achselzucken zu quittieren, ihnen fehlen offebar die Wachstumsaussichten.

Mehr Verkäufe über das Portal, mehr Angebote sowie starkes Wachstum bei dem Treuhanddienst PayPal haben die Gewinne im zweiten Quartal von 376 im letzten Jahr auf 460 Millionen Dollar anwachsen lassen. Auch der VoIP-Dienst Skype konnte zum Gewinn beitragen.

Im abgelaufenen Quartal wuchs die Zahl der eingestellten Waren um 19 Prozent. Künftig erwartet sich das Auktionshaus durch eine neue Gebührenstruktur weitere Zuwächse. Vor allem jedoch durch Angebote von Großhändlern. Der Anteil der Kleinhändler und Hobby-Ebayer scheint hingegen zurückzugehen.

Zunächst legte der Kurs des Online-Hauses an der Wallstreet zu. Ein Plus von 4,5 Prozent auf 28,10 Dollar. Doch diesen Kursgewinn wurde das Papier im Nachhandel wieder los. Der Kurs ging um 7 Prozent auf 26,10 Dollar zurück.

Für diese Verluste sind wohl die für die Analysten eher mageren Aussichten auf das dritte Quartal verantwortlich. Die Analysten rechneten sich einen Gewinn pro Aktie von 41 Cent basierend auf einem Umsatz von 2,17 Milliarden Dollar aus. Nun erklärte Ebay, dass ein Umsatz von 2,15 Milliarden Dollar zu erwarten sei und dementsprechend könnte die Ausschüttung zwischen 39 und 41 Cent liegen.

Jammer auf hohem Niveau also? Die Analysten sehen in Ebays Kerngeschäft offenbar nur noch wenig Dynamik und Wachstumsaussichten. Und das obwohl das Handelsvolumen um 8 Prozent auf rund 15,7 Milliarden Dollar im vergangenen Quartal angewachsen ist. Gut die Hälfte dieser Umschläge werden außerhalb der USA erzielt. Vor allem Europa und hier ganz besonders Deutschland sind wichtige Märkte für die Auktionsplattform.

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