“Das Linux der Zukunft wird besser als Mac-OS heute”

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Der Linux-Desktop ist durchaus in der Lage, Apple in Sachen Nutzerfreundlichkeit zu übertreffen. Dieser Ansicht ist der Ubuntu-Vater Mark Shuttleworth. Neben einem Engagement für eine neue Nutzerschnittstelle fordert er zudem neue Geschäftsmodelle für freie Software.

Shuttleworth nutzte die O’Reilly Open Source Convention (OSCON) in Portland, um die Zuhörer für neue Ideen bei Open-Source-Technologien zu begeistern. “Können wir bei der Nutzererfahrung Apple übertreffen?”, fragte Shuttleworth. Es sei eine der großen Herausforderungen für die Community, einen derart nutzwertigen und intuitiven Desktop zu entwickeln.

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Doch nicht nur eine überarbeitete Version eines Linux-Desktops, der das Mac OS von Apple übertrifft, sei für die Zukunft quelloffener Technologien entscheidend. Auch mobile Technologien müssten verstärkt in den Fokus der Entwickler genommen werden. Zudem stünden freie und quelloffene Technologien noch vor anderen Herausforderungen.

“Wir hatten das Web schon eine Weile, bevor wir erkannt haben, wie ein werbefinanziertes Web-Business aussehen kann”, veranschaulichte Shuttleworth. So sei es auch für die Finanzierung von freier Software entscheidend, jenseits von Werbung Geschäftsmodelle für quelloffene Entwicklungen zu erschließen. Derzeit sehe er noch nicht, wie Werbung webbasierte Anwendungen und freie Applikationen ausreichend finanzieren könnte.

“Ich glaube, dass Werbung beim Thema Suche eine gute Sache ist, aber ich denke nicht, dass es die beste Lösung ist, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Investitionen in freie Software anregen”, erklärte Shuttleworth. “Vielmehr ist eine umfassende Betrachtung von Services gefragt.” In diesem Bereich sehe er künftig die meisten Ideen und Experimente kommen.

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