Mobiles Netzwerk nach Ikea-Modell

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Mit einem ähnlichen Geschäftsmodell wie Ikea setzt der Netzwerkanbieter VNL an. Die Kunden sollen ihr Netzwerk selbst bauen. Die Mobilfunkbasisstation kommt dafür komplett mit allen Einzelteilen und der Bauanleitung ins Haus. Die Lösung wird als kostengünstige Alternative für die Erschließung von ländlichen Gegenden weltweit dargestellt.

Die Firma VNL geht davon aus, dass die Analysten mit ihrer Voraussage recht haben, dass die meisten Profite für Mobilfunkbetreiber in ländlichen Gegenden und Entwicklungsländern zu holen sein werden. Dort sind aber sowohl qualifiziertes Fachpersonal, als auch Infrastruktur und Investoren für das teure Equipment schwer zu finden.

Deshalb setzte Anil Raj, CEO der schwedisch-indischen Firma VNL, auf die Geschäftsidee von Ikea. Er sagte gegenüber der US-Presse, man müsse in solchen Bereichen in der Lage sein, mit einem Blatt Papier zu beginnen. Gerade wer auf diesem Markt starten will, müsse das Angebot einfach und billig machen, nicht nur im Aufbau der Anlage, sondern auch in der Pflege.

Die VNL ‘WorldGSM Village Site’-Basisstation besteht demnach aus energiesparenden GSM-Verbindungen auf Leitungsvermittlungsbasis und wird über Solarzellen versorgt. Außerdem habe VNL sich bei den Endverbrauchergeräten umgesehen und dort verwertbare Komponenten gefunden, die billiger seien als das weithin verbreitete Profiequipment. Das war aber nur der halbe Weg. Um den Aufbau und die Pflege zu erleichtern, setzte VNL auf die Ikea-Idee.

Bunte Kabelverbindungen zeigen an, ob der Aufbau richtig läuft und die Anschlüsse passen. Ein Piepsignal zeigt an, wo es hakt und welche Steckverbindung mit welchem Socket verbunden werden muss. Auf diese Weise sollen die Anwender selbst die Komponenten beispielsweise auf einen Ochsenkarren packen und zum Haus transportieren können. Dort sei der Aufbau eine Sache von kurzer Zeit und für Laien ausführbar, hieß es.