KDE kehrt zu den Massen zurück

BetriebssystemEnterpriseManagementOpen SourceSoftwareWorkspace

Mit der neuen Version des Linux-Desktops KDE reagiert das Unternehmen auf Kritiker, die in dem Major-Release 4.0 zu viele technische Experimente ankreideten. 4.1 richte sich jetzt aber wieder an den Anwender ohne besondere Kenntnisse.

Eine Neuerung bei KDE 4.1 ist die Wiedereinführung des Informationsmanagers PIM – Personal Information Manager. Außerdem heben die Entwickler Verbesserungen bei Plasma hervor.

Probleme sieht man bei KDE lediglich bei den proprietären Grafikkarten-Treibern von Nvidia. Der neue Release ist einem KDE-Entwickler gewidmet, der sich lange Jahre für das Projekt eingesetzt hatte. Uwe Thiem hatte sich für den Desktop und Open Source Software in Afrika stark gemacht. Er starb Mitte Juli an einem Nierenversagen.

Neu in KDE 4.1 sind die überarbeiteten Dateimanager Dolphin und Konqueror. So kann Dolphin jetzt auch Verzeichnisbäume darstellen. Neben vielen anderen Verbesserungen ist beispielsweise auch der Fullscreen in Gwenview, dem Bildbetrachter des Desktops, neu. Daneben gibt es jetzt eine Rating-Funktion sowie neue Navigationsmöglichkeiten.

Dirk Müller, einer der Release-Manager bei KDE erklärt: “Von KDE 4.0 zu KDE 4.1 wurden 20.803 Commits gemacht und 15.432 Translation Checkings.” Zudem habe Müller auf dem KDE-Server 166 neue Accounts für Entwickler generiert.

KDE 4.1 gibt es ab sofort im kostenlosen Download.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen