Handy-TV: deutsches Konsortium gibt auf

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Vor wenigen Wochen startete das Konsortium ‘Mobile 3.0’ den Testbetrieb für Handy-TV. In den nächsten Tagen stellen die Betreiber den Testbetrieb ein. Zu wenige Geräte seien im Umlauf. Die Schuld dafür sucht Mobile 3.0 in der Verweigerungshaltung der Carrier.

Es sollen, wie das Handelsblatt aus informierten Kreisen erfahren haben will, zu wenige Geräte im Umlauf gewesen sein. Mobile 3.0 wollte auf der Grundlage der Technologie DVB-H digitales Fernsehen auch auf Handys bringen. In vier großen deutschen Städten lief im Juni der Testbetrieb an, nachdem es zuvor zu einigen Verschiebungen gekommen ist.
Die Betreiber suchen die Schuld bei der Verweigerungshaltung der Netzbetreiber und der Telefonkonzerne. Diese hätten sich, wie das Handelsblatt berichtet, geweigert, die für die Übertragung nötigen Geräte zu vertreiben.

Betreiber wie etwa Vodafone geben hingegen an, für Gespräche offen gewesen zu sein. Diese hätten jedoch nicht statt gefunden. Zuletzt habe man sich auf Arbeitsebene im Oktober des vergangenen Jahres unterhalten, erklärte ein Vodafone-Sprecher. Danach sei es jedoch still geworden.

Laut Bitkom seien die Voraussetzungen für Handy-TV in Deutschland gar nicht so schlecht. Demnach zeigten rund 5,6 Millionen Deutsche starkes Interesse, Olympia auf dem Handy verfolgen zu können und zusätzlich etwa fünf Millionen Deutsche hätten ein grundsätzliches Interesse an Handy-TV, so der Hightech-Branchenverband. Mobile 3.0 teilt sich unter den Verlagen Burda und von Holtzbrinck, dem südafrikanischen Medienkonzern Naspers sowie dem Pixelpark-Gründer Paulus Neef und dem Anwalt Horst Piepenburg auf.

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