HP will jetzt auch Sun-Kunden abwerben

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In Zusammenhang mit den neuen Virtualisierungen bietet Hewlett-Packard (HP) jetzt auch den Kunden von Sun ein so genanntes Trade-in-Programm an. Nutzer von Suns Server-Reihen SPARC und Fire sollen zu günstigen Konditionen auf HP-Integrity-Server mit Itanium-Chipsatz und Virtualisierungsoption umsteigen.

Im Rahmen der Aktion bietet das Unternehmen ein Komplettpaket für den Umstieg an. HP-Manager Christoph Balbach, der Presales für die Region Nord-Ost verantwortet, hatte bereits in der vergangenen Woche auf einer Veranstaltung in München angekündigt, dass der Konzern im Rahmen seiner Virtualisierungsangebote “aggressiver” gegen die Konkurrenz vorgehen und die “Stärken des Itanium für die Zukunftssicherheit der Virtualisierungsumgebungen” stärker in den Vordergrund stellen wolle.

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Wie branchenüblich kommen bei dieser konzertierten Abwerbungsaktion, die sich nun auch gegen Sun richtet, Angebote für Migration, Schulung, Hardware sowie Austausch und Rückkauf der Altsysteme zum Tragen. Der Rückkaufwert der Sun SPARC- und Fire-Server ist abhängig vom Alter und der Ausstattung der Hardware, teilte HP mit. Die Migrationsumgebung ‘Solaris-to-HP-UX Porting Kit’ soll den Umstieg durch Entwicklungswerkzeuge, Header Files und Bibliotheken erleichtern. Das Solaris-Linux Porting Kit richtet sich an Kunden, die von Solaris auf Linux umsteigen wollen.

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Das Programm beginnt am 1. August 2008 und läuft bis Ende des Jahres. Die interessierten Unternehmen müssen ihre HP-Server dafür bei HP direkt oder im autorisierten Fachhandel erwerben. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Projekte jedoch nicht umgesetzt, sondern nur HP gemeldet sein. Zu denselben oder ähnlichen Bedingungen ging HP vergangene Woche gegen IBM-Serverkunden vor. Ob ähnliche Abwerbungsversuche auch gegen die restlichen großen Serverhersteller wie Dell und FSC gestartet werden, ist derzeit nicht bekannt.