Deutsche High-Tech-Gründer zielen auf globale Märkte

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Vergleichsweise schnell erwirtschaften junge deutsche High-Tech-Unternehmen Umsätze im Ausland. Doch auf Dauer scheitern weit über die Hälfte dieser Unternehmen mit ihren Bemühungen auf internationalem Pflaster.

Knapp ein Drittel der Start-ups haben bereits in den ersten Jahren Umsätze auch im Ausland. 59 Prozent dieser Unternehmen, die im Ausland erfolgreich sein wollen, haben mit dieser Strategie kein Glück. Das zeigt eine Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland durchgeführt hat.

Die Autoren der Studie sehen den Grund für das Scheitern darin, dass die Internationalisierung nur halbherzig oder schlecht geplant angegangen wird: “Wichtig ist, dass die Internationalisierung strategisch angegangen wird. Das Management muss seinen Fokus auf die Exporttätigkeit richten, das richtige Know-how ins Unternehmen holen und die entsprechenden Ressourcen einplanen. Halbherzige Versuche, internationale Märkte zu erobern, werden scheitern”, kommentiert Dr. Georg Licht, Leiter des Forschungsbereichs Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung des ZEW die Ergebnisse der Studie.

Erfolgreich sind Start-ups vor allem dann, wenn sie parallel auf mehrere Maßnahmen zur Eroberung neuer Märkte setzen, so die Studie weiter. Neben den Besuchen internationaler Messen bedeute das zum Beispiel eigene Mitarbeiter im Ausland einzusetzen, die Produkte an ausländische Märkte anzupassen und spezielle Marketingmaßnahmen in den Zielregionen durchzuführen. Der wichtigste Markt für junge High-Tech-Unternehmen aus Deutschland ist dabei Europa. In Asien erzielen deutsche Start-ups heute bereits ähnlich hohe Umsätze wie in Nordamerika.

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