Keine Chip-Sätze von VIA mehr

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Künftig wolle der Hersteller VIA Technologies für Intel und AMD keine Chip-Sets mehr anbieten. Stattdessen konzentriere man sich künftig auf die eigene Produktpalette.

Richard Brown, Marketing-Chef bei VIA, erklärte gegenüber dem Magazin CustomPC, dass Via Technolgies sich nun auf Chip-Sets für die eigenen Prozessoren Nano, C3 und C7 konzentrieren werde. So gibt es derzeit zwar noch Mainboards, die mit Chip-Sets von VIA ausgerüstet sind, diese sind aber eher im unteren Preissegment angesiedelt und können vor allem in Hinblick auf die Grafikleistung mit den Produkten von ATI, Intel oder Nvidia nicht mehr ganz Schritt halten.

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Ganz überraschend kommt nun der Schritt VIAs indes nicht. Schon seit einigen Monaten kursierten Gerüchte, dass sich VIA aus dem Drittherstellgeschäft für Chip-Sets zurückziehen könnte. Und auch bei VIA scheint man auf diesen Tag vorbereitet zu sein.

“Einer der Hauptgründe, warum wir in den x86-Prozessormarkt eingestiegen sind, war, dass wir glaubten, dass der Markt für Dritthersteller von Chip-Sets verschwinden würde”, erklärte Brown gegenüber dem Magazin. Daher strebte VIA danach, eine vollständige Plattform anbieten zu können.

Und tatsächlich scheint sich diese Prognose nun zu bewahrheiten. Intel stellt inzwischen den größten Teil der Chips-Sets für die eigenen Prozessoren selbst her und AMD werde nach der ATI-Übernahme in die gleiche Richtung tendieren.

VIA hat sich im Jahr 2001 den ersten juristischen Ärger mit Intel eingehandelt. Damals brachte Apollo P4X266 Chip-Set auf den Markt. Damit bekam der Pentium 4 Support für den neuen Speicher DDR. Allerdings hatte VIA offenbar diese Technologie von Intel nicht lizenziert.

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