Leipzig akzeptiert Verlust der Spielemesse nicht

E-GovernmentManagementProjekteRegulierungSoftware-Hersteller

Europas größte Messe für Computer- und Videospiele, die Games Convention (GC), ist gestern in Leipzig mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen. Sie sollte die letzte Veranstaltung ihrer Art in der Stadt sein – doch die Messeleitung will weitermachen.

Rund 203.000 Menschen haben die Veranstaltung seit Donnerstag besucht, teilten die Leipziger Messeveranstalter mit. Das entspricht einem Plus von 18.000 Besuchern gegenüber dem Vorjahr. Bestärkt durch dieses Rekordergebnis hat sich die Messeleitung nun dazu entschlossen, die GC auch ohne Unterstützung des Branchenverbandes Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BUI) 2009 in Leipzig weiterzuführen.

Dieser hatte bereits Ende Februar dieses Jahres bekannt gegeben, dass die GC ab 2009 unter dem Namen ‘GAMESCom’ den Standort wechseln und nach Köln ziehen werde. Argumentiert wurde der Umzug von Seiten des BIU damit, dass man in Leipzig über keine ausreichende Infrastruktur verfüge, um dem wachsenden Interesse sowohl von Aussteller- als auch von Besucherseite gerecht werden zu können.

“Die Games Convention findet auch 2009 in Leipzig statt”, erklärte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe laut der lokalen Nachrichtenseite Leipzig-Seiten.de am letzten Tag der Spielemesse. “Die Branche und die Betreiber unterstützen uns eindeutig darin die Messe in Leipzig fortzuführen”, ergänzt Marzin. Bestätigt wird der Messechef dabei von einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Marktforschung Leipzig. Demnach sprachen sich lediglich 10 Prozent der Aussteller gegen eine Weiterführung der GC in Leipzig aus. Auch eine Befragung unter insgesamt 14.600 Fachbesuchern der Messe lieferte mit 13,2 Prozent Befürwortern eines Standortwechsels ein ähnlich deutliches Ergebnis.