Sicherheitsbewusstsein der deutschen Internetnutzer steigt

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Die Studie “Sicher Surfen 2008: Wie schützen sich Onliner im Internet?” wurde von Microsoft und der Initiative D21am Mittwoch vorgestellt. Die repräsentative Sonderstudie wurde unter 2378 deutschen Internetnutzern durchgeführt.

Kernergebniss der Studie ist, dass die Befragten verstärkt Sicherheitssoftware einsetzen. Der Anteil der Online-Nutzer, die ein Update durchführen, sobald es vorhanden ist, stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent auf 74 Prozent. Weniger als 10 Prozent aktualisieren ihr Betriebssystem seltener als einmal im Monat oder nie. 2007 waren dies noch 18 Prozent.

Weiterhin zeigte die Studie, dass der Informationsbedarf hinsichtlich des Datenschutzes deutlich zugenommen hat. Der Bedarf an Information aus diesem Bereich stieg von 6,7 Prozent auf 21,6 Prozent.

“Unsere Sonderstudie zum Thema Sicherheit verzeichnete auch in diesem Jahr einen erfreulichen Aufwärtstrend beim Sicherheitsbewusstsein”, sagte Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. “Das Interesse der Internetnutzer am Thema Datenschutz hat sich im Jahrestrend fast verfünffacht. Das ist ein deutliches Signal für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Der Schutz der Privatsphäre muss an die Spitze der Agenda. Das Thema Sicherheit im Internet bleibt also ein Dauerbrenner”, erklärt Berg.

Bestätigt wird dies auch durch die Politik. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte, die Bayerische Staatsregierung habe ein umfangreiches Maßnahmenbündel im Kampf gegen die Gefahren des Internets geschaffen. “Bereits 1995 haben wir beim Bayerischen Landeskriminalamt die so genannte Netzwerkfahndung eingerichtet. Ihre Aufgabe besteht darin, in Datennetzen zu fahnden, um so Straftaten oder konkrete Gefahrenlagen festzustellen. In den letzten Jahren hat Bayern die polizeiliche Internetüberwachung intensiviert und die länderübergreifende Koordinierung verbessert”, sagte Herrmann.