Deutsche Satellitenflotte RapidEye gestartet

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Die deutsche RapidEye-Satellitenflotte ist jetzt aus Baikonur in Kasachstan gestartet. Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte, liefern die fünf baugleichen Satelliten Daten für die zivile Nutzung. Sie können eine Region der Erde täglich mit einer Auflösung von 6,5 Metern beobachten.

RapidEye steht also nicht in Zusammenhang mit dem Galileo-System, ergänzt dies aber. Das System eignet sich für Landwirtschaft, Versicherungen, Ernährungsindustrie aber auch für die Katastrophenhilfe und ihre vielen Organisationen. Zu den künftigen Produkten gehören thematische Karten zur Ernteplanung und Bestimmung von Ernteschäden wie auch digitale Höhenmodelle und Schadenskartierungen. Darüber hinaus werden die Informationen staatlichen und internationalen Einrichtungen zur Verfügung gestellt, teilte das DLR mit.

Zum Start des Satelliten-Quintetts RapidEye erklärte Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: “Mit RapidEye leistet Deutschland einen wesentlichen Beitrag, um an dem weltweit wachsenden Markt an Geo- und Satellitenbilddaten zu partizipieren.” Und Dr. Ludwig Baumgarten, Mitglied des DLR-Vorstandes und verantwortlich für die DLR Raumfahrt-Agentur, sagte: “Der RapidEye-Start stellt einen weiteren Meilenstein für Deutschland auf dem Weg zur europäischen Führung bei Satellitenprojekten im Bereich der Erdbeobachtung dar. Wir werden die Reihe deutscher Erdbeobachtungssatelliten in den kommenden Jahren mit TanDEM-X und EnMAP als weitere Fernerkundungssysteme der nächsten Generation fortführen.”

Die fünf neuen Trabanten der Satellitenmacht Deutschland werden von einer russisch/ukrainischen Dnepr-Trägerrakete nacheinander in einer Umlaufbahn in 630 Kilometern Höhe ausgesetzt. Als Flotte umkreisen sie die Erde im Formationsflug. Jeder Satellit hat etwa die Größe eines Kühlschranks und wiegt ungefähr 150 Kilogramm. Die Sensoren können bis zu 77 Kilometer breite Bildstreifen mit einer maximalen Länge von 1500 Kilometern aufzeichnen. Sie können dabei um bis zu 25 Grad in beide Richtungen senkrecht zur Flugbahn geschwenkt werden.