Das Erfolgsgeheimnis der Kult-Produkte

EnterpriseManagementMarketingNetzwerk-ManagementNetzwerkeSoftwareSoziale Netze

Schön auszuschauen allein reicht nicht mehr, in vielen Fällen entscheidet heute das Nutzererlebnis über Erfolg oder Misserfolg eines Produkts, sagt Cees van Dok, Chefentwickler von Frog Design, im Interview mit silicon.de. Stimmt das Gesamtpaket, spricht man von der eierlegenden Wollmilchsau – oder auch vom iPhone.

silicon.de: Herr van Dok, dem iPhone sei Dank wird das Thema Touchscreen gerade ganz groß geschrieben. Ihrer Meinung nach ein Hype oder ein langfristiges Umdenken?

Cees van Dok: Benutzeroberflächen auf Touchscreen-Basis gibt es bereits seit Jahrzehnten (zum Beispiel Microsoft Tablet PC und nicht zu vergessen kleine Handhelds wie der ursprüngliche Palm Pilot). Dank der jüngsten Entwicklungen sind einige Probleme verschwunden, die es früher bei berührungsempfindlichen Technologien gab. Das iPhone ist ein großartiges Beispiel dafür. Hier wurde die Technik verfeinert, anstatt weiter mit einem Taststift zu arbeiten.

Berührungsempfindliche Oberflächen sind inzwischen äußerst reaktionsstark und können nun durch einen leichten Fingerstreich angesprochen werden. Und die Grafiken und Animationen reagieren in Echtzeit. Apple brachte im Bereich der Interaktionsmodelle einige schöne Innovationen, durch die Einführung leicht zu lernender Handbewegungen wie drücken oder streifen. Zudem wurde auf das natürliche Verhalten der Objekte Wert gelegt, mit denen der Nutzer arbeitet. Dazu gehört die Einführung von Trägheit und entsprechender Reibung, die Verlangsamung der Objekte und ihre Dehnkraft.

Fotogalerie: Touchscreens: Computing zum Anfassen

Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Berührungsempfindliche Oberflächen werden sich in der Produktwelt durchsetzen, als eine von vielen Methoden, um mit Systemen zu interagieren. Sie sind ein Zusatzmodell, werden aber keine anderen Interaktionsmodelle ersetzen.