NXP Hamburg streicht 850 Stellen

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Nachdem NXP 2007 sein Halbleiterwerk in Böblingen geschlossen hat, muss jetzt die Chip-Fertigung in Hamburg dran glauben. NXP ist die frühere Halbleitersparte von Philips und seit 2006 im Besitz der Finanzinvestoren KKR und Alpinvest.

Der Hersteller kündigte an, weltweit 4500 Stellen abzubauen, 850 davon in Hamburg. Bislang hat NXP dort 2500 Beschäftigte. Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks sollen in der Hansestadt 640 Stellen in der Produktion wegfallen, die restlichen Jobs in der Verwaltung.

Die Hamburger Chip-Produktion werde wegen ungenügender Auslastung geschlossen, sagte eine NXP-Sprecherin. Die Stellen würden über einen Zeitraum von zwei Jahren abgebaut. Die “sehr erfolgreiche” Fertigung von Transistoren und Dioden für die Handy- und Automobilindustrie solle dagegen ausgeweitet werden.

Unternehmenschef Frans van Houten sagte, weltweit wolle man vier Fabriken schließen oder verkaufen. “Die Restrukturierungsmaßnahmen sind hart und es ist bedauerlich, dass wir Leute gehen lassen müssen”, so van Houten. Gründe für die Restrukturierung seien “das schwierige wirtschaftliche Umfeld und der schwache Dollar”.

NXP beschäftigt derzeit insgesamt 31.000 Menschen in 20 Staaten und hatte im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2008 wies der Hersteller einen Nettoverlust von 408 Millionen Euro aus.