IP ohne Kupfer: Es liegt was in der Luft

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Internet muss heute nicht mehr über die Telefonverbindung ins Haus kommen – die Zukunft von IP wird durch viele Kanäle geschleust. Immer beliebter werden dabei kabellose Verbindungen. An öffentlichen Plätzen genauso wie zu Hause.

Derzeit gibt es in Deutschland rund 14.200 WLAN-Hotspots, zählt der Branchenverband Bitkom. Ein WLAN-Hotspot ist laut Verbands-Definition ein öffentlich zugänglicher Bereich, wo ein drahtloser Internetzugang möglich ist. Zum Beispiel an Flughäfen, Hotels oder Cafes.

Seit dem vergangenen Jahr ist die Zahl solcher Hotspots kontinuierlich gestiegen. “Internetnutzer wollen heute möglichst an jedem Ort ins Netz gehen können”, erklärt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. “Schnurlos-Technologien wie WLAN oder auch UMTS bieten einen bequemen, mobilen Online-Zugang.”

Dennoch, so Scheer, sei die Verfügbarkeit von öffentlichen Hotspots trotz neun Prozent Wachstums in den letzten 12 Monaten in Deutschland noch ausbaufähig. Denn im europäischen Vergleich hinkt der Technologiestandort eher hinterher, wie eine Studie der EU zeigt: So kommen auf 100.000 Einwohner hierzulande 17 Hotspots. In der Schweiz sind es 53, in Großbritannien 48 und in Schweden 38.

Der Bitkom warnt indes Betreiber von öffentlich zugänglichen WLAN-Netzen zur Vorsicht. Im Zweifelsfall könne, so der Verband, der Betreiber für illegale Downloads haftbar gemacht werden. Daher müssten die Zugangsdaten vorsichtig weitergegeben werden, und das Netz sollte verschlüsselt sein, um unberechtigte Zugriffe zu verhindern.

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