Umstrittener Gates-Auftritt in Bildern

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Ob die geschätzten 300 Millionen Dollar für die neue Windows-Werbekampagne gut angelegt sind, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall bescheren sie uns leicht surreale Episoden mit Bill Gates und Jerry Seinfeld als Hauptakteure. Vista wird davon nicht unbedingt besser.

Crispin, Porter and Bogusky heißt die Agentur, die Micorsofts Unternehmensimage aufpolieren soll. Dazu haben sich die Experten einiges einfallen lassen. So zum Beispiel zwei Episoden mit Gates und dem Schauspieler Jerry Seinfeld.

Fotogalerie: Bill Gates und Jerry Seinfeld werben irgendwie für Vista

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In der ersten Gates-Seinfeld-Folge treffen sich die beiden im Schuhgeschäft. Das soll wohl irgendwie bodenständig wirken. Dann beraten sie sich, wie man am besten Schuhe eintragen kann, die etwas drücken. Ein Hinweis auf Windows kommt am Ende des Spots. Die Frage, ob Microsft mal etwas saftiges und essbares auf den Markt bringen werde, quittiert Gates mit einem Hüftschwung.

Solcherlei Szenen sorgen in der Branche nicht selten für Kopfschütteln. “Die Kampagne wirkt überhastet und wenig koordiniert”, meinte dazu Markus Hübner, Geschäftsführer der Innsbrucker PR-Agentur Brandflow. “Die Kampagne lässt mehr Fragen offen, als sie beantwortet.”

Redmond habe es in den vergangenen Jahren verschlafen, die Konsumenten mit ins Boot zu holen. “Man muss bei Microsoft endlich wieder anfangen, seine Hausaufgaben zu machen. Sonst gibt es bei Windows 7 denselben Aufschrei wie bei Windows Vista”, so Hübner weiter. Dass das Duo Gates/Seinfeld nicht unbedingt diese Aufgabe erfüllt, scheint Microsoft nun selbst zu bestätigen.

Künftig sollen andere Testimonials, wie Eva Longoria oder der Hip-Hop-Produzent Pharrell Williams den Betriebssytem-Wahlkampf für Redmond gewinnen.

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