Weite Teile der oberen Management-Ebene betrachten IT Service Management (ITSM) offenbar als teure Pflichtübung und notwendiges Übel. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Vanson Bourne in einer Studie, die sie im Auftrag des Log-Daten-Spezialisten LogLogic erstellt haben.
Demnach ist in den Vorstandsetagen von 44 Prozent der mittleren und großen Unternehmen in Europa nur ein geringes Bewusstsein für die Bedeutung von ITSM vorhanden. In 13 Prozent der Firmen sind die IT-Verantwortlichen gar überzeugt, dass das obere Management nicht einmal von der Existenz von ITSM im Unternehmen weiß.
“Klar ist, dass das obere Management und in einigen wenigen Fällen die IT-Abteilungen die Bedeutung von ITSM für die Geschäftsentwicklung unterschätzen”, sagt Pat Suelz, CEO von LogLogic. Befragt wurden für die Untersuchung IT-Manager aus Unternehmen in Deutschland, England, Frankreich und Spanien, die ein IT Service Management Framework eingeführt haben oder derzeit dabei sind, dies zu tun.
Überraschend: Im Schnitt ist man sich in acht Prozent der Unternehmen nicht über die Ziele einer ITSM-Implementierung im Klaren. Dies sei eben eine Anweisung des oberen Managements gewesen, so die lapidare Antwort auf die Frage zu den Hintergründen des Projekts. Mit zwölf Prozent liegt Deutschland sogar an der Spitze der ahnungslosen Studienteilnehmer.
Dafür ist das Vertrauen in die Fähigkeiten des Teams hierzulande überdurchschnittlich hoch. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der IT-Manager sind überzeugt, dass ihre Teams den Anforderungen gewachsen sind. Europaweit liegt dieser Wert bei 47 Prozent, 23 Prozent sind außerdem überzeugt, dass dieser Mangel an Kenntnissen zu einem wachsenden Problem wird. In Deutschland wird die Lage nur in jedem zehnten Unternehmen derart pessimistisch eingeschätzt.
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