Regulierer genehmigen Siemens-Verkauf

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Das letzte Kapitel einer Ära: Die Siemens-Sparte für Telefongeräte darf an das Beteilungsunternehmen Arques veräußert werden. Die EU erteilte nun die entsprechende Genehmigung.

Die Wettbewerbskommission hat offenbar keine Bedenken, der freie Markt werde durch diesen Kauf nicht beeinträchtigt, urteilt Brüssel. Mit dem Verkauf der Sparte SHC ist das Kapitel Kommunikationstechnik bei Siemens abgeschlossen. In dem Bereich Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) stellt Siemens zum Beispiel die Gigaset-Telefone her.

Lediglich über Beteiligungen, etwa bei Nokia-Siemens Networks oder bei Siemens Enterprise Communications ist Siemens noch im Bereich Kommunikation vertreten. Einst war Siemens in der Lage vom Handy bis zum Carrier sämtliche Technologien zu liefern.

Siemens hatte mit dem Rückzug aus dem Kommunikationsgeschäft nicht immer eine glückliche Hand. So trieb etwa die koreanische BenQ die von Siemens übernommene Handy-Sparte binnen Jahresfrist in den Konkurs.

Daher kann Arques zunächst 80 Prozent des Unternehmens übernehmen. 20 Prozent will Siemens halten, um zwei Jahre lang noch an der Gestaltung des Unternehmens beteiligt zu bleiben. SHC erwirtschaftete zuletzt einen Jahresgewinn von 13 Millionen Euro bei einem Umsatz von 792 Millionen Euro.

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