Telekom schichtet Geschäftskunden um

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Die Deutsche Telekom setzt ihre Umbaupläne bezüglich der Dienstleistungstochter T-Systems fort. Die jüngsten Überlegungen des Managements gehen in die Richtung, die Kunden in den Privatkundenbereich zu verlagern. Wie stark T-Home für diese neuen Aufgaben umgebaut werden muss, ist noch nicht bekannt.

Es werde geprüft, rund 160.000 kleinere und mittelständische Kunden an die Privatkundensparte T-Home zu verlagern, sagte Sparten-Vorstand Reinhard Clemens laut dpa. Konzernkreisen zufolge macht die Telekom-Tochter mit diesen einen jährlichen Umsatz von rund 4 Milliarden Euro. Bei T-Systems sollen nach der Umstrukturierung nur noch Großkunden wie die Deutsche Post und Daimler verbleiben.

Mitarbeiterseitig sind demnach von dem Umbau rund 8000 Mitarbeiter betroffen, die zu unveränderten Konditionen für T-Home arbeiten sollen. Für die Beschäftigten werde sich nichts ändern, sie würden an ihrer Arbeitsstelle bleiben, sagte Clemens. Allerdings berichtet die dpa, dass einige hundert Stellen dennoch wegfallen könnten.

Was Clemens auf dieser Seite spart, will er womöglich gleich wieder ausgeben: Im Rahmen einer Veranstaltung in München hat er deutlich von künftigen Akquisitionen gesprochen. Ziel sei es, der größte Anbieter Europas zu werden und weltweit unter die ersten fünf aufzurücken, wozu Hewlett-Packard und IBM zweifelsohne gehören. Nach Angaben von Clemens wird T-Systems vor Jahresende auch einen weiteren Großauftrag erhalten. Dabei handele es sich um einen deutschen Großkonzern. Der letzte Großauftrag kam von dem niederländisch-britischen Ölmulti Shell. Der 1833 gegründete Konzern ist seit 1902 in Deutschland mit einer eigenen Niederlassung aktiv.