Ballmer: Apple, Nokia und RIM sind zu proprietär

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Microsoft-Chef Steve Ballmer ist davon überzeugt, dass der Handy-Markt in fünf Jahren deutlich anders aussehen wird als heute. Die derzeit gut aufgestellten Anbieter Apple, Nokia und Research in Motion (RIM) werden nach seiner Meinung verlieren – Microsoft dagegen triumphieren.

Hintergrund sei die Produktstrategie der Konkurrenz: Sowohl Apple als auch Nokia und RIM würden auf ein proprietäres System aus eigener Hard- und Software setzen. Das könne langfristig nicht funktionieren, sagte Ballmer während eines Abendessens im Churchill Club in Silicon Valley.

Zwar habe Nokia derzeit einen Marktanteil von über 30 Prozent, doch Potential für eine weitere Steigerung sieht der Microsoft-CEO nicht. “Wenn man mehr erreichen will, muss man aber Hard- und Software-Plattform separieren.” Alles andere werde letztlich dazu führen, dass man mit dem zu erwartenden Wachstum des Marktes nicht mithalten kann.

Gleiches gilt laut Ballmer für den Mac. So lange Apple Hard- und Software nicht getrennt verkaufe, werde das Unternehmen keine wirkliche Gefahr für Microsoft darstellen: “Apple ist ein gutes Unternehmen, das werde ich Ihnen nicht absprechen, aber sie verfolgen eine bestimmte Strategie. Sie glauben daran, Hard- und Software selbst zusammenzubringen und nicht daran, dies anderen zu überlassen.”

Dagegen setzt Ballmer für den Handy-Markt auf das gleiche Konzept, dass Microsoft bereits im PC-Segment groß gemacht hat. Das Unternehmen hatte als erster Hersteller begonnen, ein Betriebssystem an zahlreiche Hardware-Hersteller zu lizenzieren. Langfristig, so Ballmer, würden also Symbian, mobile Linux-Varianten und Windows Mobile den Smartphone-Sektor unter sich aufteilen.