Breitband schafft zwei Millionen neue Arbeitsplätze in Europa

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Ein konsequenter Ausbau der Breitbandnetze schafft neue Jobs in der Europäischen Union. Eine neue Studie im Auftrag der Europäischen Kommission zeigt die Chancen des konsequenten Aufbaus einer Breitband-Infrastruktur und der Nutzung von Online-Dienstleistungen in Europa auf.

Die Studie wurde von der Micus Management Consulting GmbH und der WIK-Consult GmbH durchgeführt. Ein Ergebnis ist, dass bis zu 2 Millionen neue Jobs durch den Ausbau der Breitband-Netze in der EU bis zum Jahr 2015 geschaffen werden können. Sollen die Effekte in Deutschland und Europa erfolgreich genutzt werden, so muss dieser Ausbau sowie die Nutzung von Online-Anwendungen aktiv vorangetrieben werden.

“Der Zugang zu einer leistungsfähigen Breitband-Infrastruktur für Gewerbetreibende und Privatanwender ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Erzielung eines nachhaltigen Wachstums. Dies gilt insbesondere für Nutzer in ländlichen Regionen. Gleichzeitig ist die Einbindung von Online-Diensten in die Unternehmensprozesse vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen voranzutreiben. So lassen sich die Wachstumsimpulse aus der Breitband-Nutzung voll zur Entfaltung bringen,” sagte Dr. Martin Fornefeld, Geschäftsführer von MICUS.

Die Studie fokussiert im Kern auf zwei Entwicklungen und deren Effekte für Wachstum und Beschäftigung: erstens auf den verstärkten Ausbau der Breitband-Infrastruktur in den 27 EU-Ländern und zweitens auf die Akzeptanz sowie die Durchdringung von Breitband-basierten Online-Diensten. Die Erhebung zeigt, dass die entscheidenden volkswirtschaftlichen Effekte durch neue Dienste und Applikationen in der Wirtschaft – wie E-Commerce, E-Government, und E-Invoicing (elektronische Rechnungsstellung und -bearbeitung) – erzielt werden. Dabei profitieren Dienstleistungsunternehmen deutlich stärker von den neuen Angeboten als das produzierende Gewerbe. Während Großunternehmen die Effekte bereits umfassend für ihre Expansion nutzen, liegen kleine und mittelständische Unternehmen noch weit zurück, so eines der Schlüsselergebnisse.

Gleichzeitig wird mit einem Mythos aufgeräumt: Outsourcing von Produktionen und Unternehmensprozessen wie IT-Service, Buchhaltung oder Einkauf ist gesamtwirtschaftlich gesehen kein Jobkiller, sondern die Grundlage für die Entwicklung und den Aufbau höherwertiger innovativer Dienste, hieß es. Outsourcing verbessere die Produktivität in den “abgebenden” Unternehmen.