Araber übernehmen AMD-Werke in Dresden

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Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) gliedert seine Werke aus und besorgt sich frisches Kapital. Die Maßnahme soll dem unter Verlusten leidenden Konzern helfen, Schulden abzubauen. Zudem wolle man sich für den Wettbewerb mit Intel stärken.

Unterstützung erhält AMD dabei von zwei staatlichen Beteiligungsgesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das kommt offenbar nicht zuletzt den Dresdner Werken zu Gute: “Heute ist ein großartiger Tag für uns in Dresden”, so Hans Deppe, Corporate Vice President und Geschäftsführer des Standortes Dresden. “Mit der heutigen Bekanntgabe wird Dresden zum Eckpfeiler eines neuen, weltweit aufgestellten Halbleiterunternehmens, und wir betreten ein spannendes neues Geschäftsfeld, für das wir exzellent aufgestellt sind. In einem ersten Schritt werden wir erhebliche Mittel in den Ausbau von Fab 38 zu einem hochmodernen 300 mm Werk investieren.”

Die Dresdner Werke gehen in ein neues Unternehmen namens The Foundry Company auf. Der staatliche Finanzinvestor Advanced Technology Investment (ATIC) aus Abu Dhabi ist daran mit 55 Prozent beteiligt. Zusätzlich wird er Vorberichten zufolge mindestens 5,7 Milliarden Dollar beisteuern. Die restlichen 45 Prozent bleiben im Besitz von AMD.

Foundry will unter anderem das AMD-Werk in Dresden modernisieren und ein neues Werk im US-Bundesstaat New York aufbauen. Die neue Firma soll rund 3000 Mitarbeiter einstellen und Chips sowohl für AMD als auch für andere Unternehmen herstellen.

Experten hatten die Umstrukturierung lange erwartet. Im Rahmen der von Experten lange erwarteten Umstrukturierung wird sich der US-Konzern Insidern zufolge weiteres frisches Kapital besorgen. Eine andere staatliche Beteiligungsgesellschafte aus Abu Dhabi soll AMD-Aktien und Optionsscheine für mehr als 300 Millionen Dollar kaufen.

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