Wer kauft RIM?

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Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) aus Kanada hat ein wenig berauschendes Quartal durchzustehen. Jetzt brodeln die Gerüchte um einen Verkauf. Branchenkenner betrachten Microsoft als möglichen Interessenten. Inzwischen laufen die Geschäfte weiter. So hat das Unternehmen einen neuen Online-Store und diverse Entwickler-Tools angekündigt.

Mit dem ‘Application Center’ will RIM ab dem Frühjahr mehr Entwickler und Kunden für die Software für die neuen Smartphone-Modelle interessieren. Der Konzern schneidet sich pro Download einen Satz von 20 Prozent der Download-Beträge ab, ähnlich wie Apple bei seinem Download-Center iTunes Store. Eigene Entwicklertools sollen die Designer und die Kunden anregen und die Blackberry-Funktionslandschaft bereichern.

Seit Juni aber haben die Aktien des Konzerns etwa 60 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Sofort entstanden Spekulationen. Peter Misek, Analyst bei der Investmentfirma Canaccord Adams, wird von Reuters mit den Worten zitiert: “RIM wäre ein massiver strategischer Zugewinn für Microsoft. Ich bin mir leidlich sicher, dass sie ein Angebot abgegeben haben, sie für 50 Dollar je Aktie zu übernehmen.”

Auch wenn von Microsoft und von RIM selbst kein Kommentar abgegeben wurde, äußerte sich die Analystengemeinde doch sehr ernsthaft zu diesem Thema. Sie sind unterschiedlicher Meinung. Das jüngste Zitat stammt aus London. Dort hieß es von Analystenseite, Microsoft werde sich nicht so teure Zukäufe leisten. Außerdem werde die kanadische Vorzeigefirma wahrscheinlich nicht ins Ausland verkauft. Zum dritten sei das Management von RIM bisher nicht durch Verkaufsfreude aufgefallen, selbst wenn es nur um wenige Aktien gegangen war. Das ist die Ansicht von Richard Windsor vom japanischen Investmentbanking-Unternehmen Nomura Securities.