Ingres erfindet sich neu

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Open Source Software gehört inzwischen zum Mainstream in deutschen Unternehmen. Die Empfehlung der EU-Kommission, bei neuen Projekten Open Source Software zu bevorzugen, war dabei nur das i-Tüpfelchen.

Bei den relationalen Datenbanken bringt man Open Source Software allerdings zunächst erst einmal mit mySQL – und damit mit dem neuen Eigentümer Sun – in Verbindung. Recht wenig bekannt ist dagegen, dass einer der vier großen Unix-Datenbank-Anbieter der 80er und 90er Jahre (Oracle, Informix, Sybase und Ingres) inzwischen auch den Open-Source-Weg gegangen ist.

Nachdem Computer Associates das Unternehmen Ingres zunächst gekauft hatte, wurde es Ende 2005 wieder unabhängig und agiert heute insbesondere auch mit einem attraktiven Partnerprogramm im Europäischen Wirtschaftsraum. Die Eigenschaft, einen wichtigen Teil der Entwicklungsmannschaft in Europa zu haben, teilt sich Ingres mit mySQL/Sun. Somit wird Europa zum Powerhouse für die Entwicklung von relationalen Datenbanken, die unter dem Open-Source-Modell entwickelt, gepflegt und unterstützt werden.

Ingres konzentriert sich dabei auf seine Stärken als Anbieter einer relationalen Highend-Transaktionsdatenbank. Unternehmen, die ein kostengünstiges Standardprodukt im Datenbankbereich suchen, sollten auch aus Kostengründen Ingres in ihre Shortlist aufnehmen, solange keine Unterstützung für SAP-Produkte erforderlich ist. Daran fehlt es Ingres leider immer noch.

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