Gefährliche Smartphone-Benutzung rettet die Welt

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Der gedankenlose und ständige Gebrauch von Smartphones ist gefährlich. Das ergab jetzt eine Studie in den USA. Demnach ist die Finanzkrise daran schuld, dass die Leute immer öfter zu ihren Kommunikationsgeräten greifen – mit teilweise fatalen Folgen, hieß es. Doch genau diese Unvorsichtigkeit wird uns alle durch die Krise tragen.

So sollen mobile E-Mail-Dienste für eines der schweren aktuellen Zugunglücke in den USA verantwortlich sein. Der Lokfahrer habe im September ein Zugunglück in Los Angeles verursacht, weil er ein Stopp-Licht übersehen und so den Tod von 25 Menschen verursacht hatte. Er hatte Sekunden, bevor das Stopp-Zeichen zu sehen war, eine SMS geschrieben. Seine Augen ruhten daher auf dem Gerät statt auf der Strecke.

Dieser schreckliche Vorfall veranlasste den Softwareanbieter Neverfail eine Studie in Auftrag zu geben. Dabei kam heraus, dass die Amerikaner ihre Kommunikationsgeräte auch dann benutzen, wenn sie sich in gefährlichen Situationen befinden: 41 Prozent der Befragten texten und nutzen mobiles E-Mail beispielsweise beim Reiten, Skifahren, und Fahrradfahren. Beim Autofahren sieht es noch düsterer aus: Hierbei können 77 Prozent der Befragten ihre Finger nicht vom Blackberry lassen. Und diese Entwicklung wird sogar noch schlimmer, hieß es. Doch es gibt keinen Schatten ohne Licht und so hat diese Entwicklung auch ihr Gutes, resümierten die Studienautoren trocken.

Mobile E-Mail wird uns allen sogar aus der Finanzkrise helfen, auch wenn es das Leben für den Einzelnen ganz offensichtlich gefährlicher macht. Denn: Die Entlassungen im Zuge der aktuellen Krise sollen dazu führen, dass der Gebrauch (unsachgemäß oder nicht) um 20 bis 40 Prozent zunimmt, rechneten die Studienautoren von Osterman Research vor. Die Arbeitslast bleibt schließlich gleich, wird aber schnell auf viel weniger Schultern verteilt. Das führt dazu, dass die Menschen noch öfter in gefährlichen Situationen ihre elektronische Post erledigen und arbeiten. Damit tragen sie zum Unternehmenserfolg auch in der Krise bei. Sie sollten die nächste SMS allerdings überleben. Wer soll sonst die Früchte ihrer zusätzlichen Arbeit genießen?