Vista-Misere treibt Start von Windows 7

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An diesem Dienstag präsentiert Microsoft in den USA weitere Details eines neuen Hoffnungsträgers Windows 7. Es soll spätestens im Jahr 2010 das kriselnde Betriebssystem Vista ablösen. Allerdings halten sich hartnäckig Gerüchte, dass Windows 7 bereits Ende der ersten Jahreshälfte 2009 starten könnte.

Völlig abwegig wäre das nicht, sagt IDC-Analyst Rüdiger Spies. Hintergrund ist der mäßige Erfolg von Vista. “Dieses Spiel ist verloren”, meint der Analyst. Gerade in Unternehmen sei Vista kaum vertreten. “Microsoft hat eingesehen, dass Vista nicht der große Umsatzerfolg ist und sein wird”, glaubt Spies.

Immer wieder ist davon die Rede, dass Unternehmen Vista komplett auslassen werden, beispielsweise Anfang dieses Monats in einer britischen Umfrage. Dass Microsoft zumindest versuchen werde, Windows 7 angesichts dieser Situation früher als geplant auf den Markt zu bringen, hält Spies für wahrscheinlich. “Es ist einfach logisch, das zu tun”, so der Analyst. Allerdings werde das Unternehmen Vorsicht walten lassen, da ein stark fehlerbehaftetes, übereilt veröffentlichtes Windows 7 ein Marketingdesaster wäre.

Microsoft will auf der derzeit stattfindenden Professional Developers Conference 2008 nicht nur Windows 7 erstmals öffentlich vorstellen, sondern auch dessen Server-Variante, die als Windows Server 2008 R2 erscheinen wird. Die Teilnehmer der Veranstaltung sollen eine frühe Vorabversion bekommen.