IT mit dem Flair einer Laubsägearbeit – der Osborne 1 zerlegt

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Stattliche 12 Kilogramm wog der Osborne 1. Er gilt heute als der oder einer der ersten kommerziellen und vor allem tragbaren Computer. Das Gerät mit dem kleinen Bildschirm wurde im April 1981 von dem Hersteller Osborne Computer Corporation für damals knapp 1800 Dollar auf den Markt gebracht.

Das Hauptaugenmerk lag auf Transportierbarkeit, daher auch der kleine Bildschirm. Den meisten Platz nahmen ohnehin die beiden Floppy-Laufwerke ein. Der Koffer in dem das Gerät untergebracht war, sollte unter den Vordersitz eines Fliegers passen. Optional konnte auch noch ein Batterie-Set für den Rechner erworben werden.

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Auf dem Osborne 1 lief das Betriebssystem CP/M 2.2. Daneben lieferte der Hersteller auch Software mit: CP/M Utility, SuperCalc-Spreadsheet und WordStar. Außerdem waren die Programmiersprachen MBASIC von Microsoft wie auch CBASIC von Digital Research im Lieferumfang enthalten. Der günstige Preis machte den Osborne 1 zum Erfolg. In den ersten Monaten verkaufte der Hersteller 10.000 Geräte pro Monat.

Angetrieben wurde der Rechner von dem Prozessor Zilog Z80 mit 4,0 MHz. Als Arbeitsspeicher standen 64 K RAM zur Verfügung. Mit einem Modem und der Software von COMM-PAC konnte man mit einer Datenübertragungsrate von 300 Baud auf rund 200 elektronische Informationsdienste zugreifen.

Weil die Geräte jedoch nicht IBM-kompatibel waren, und Osborne nicht schnell genug neue Modelle nachliefern konnte, musste das Unternehmen 1983 Insolvenz anmelden.

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