“Man kann die Welt nicht schwarz und weiß malen”

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Wo sieht sich Novell, nachdem der Nichtangriffspakt mit Microsoft nun den zweiten Geburtstag feiert? Was sind die rechtlichen Folgen, was können die Anwender von dem Abkommen technologisch erwarten? silicon.de-Redakteur Martin Schindler bohrt trotz vieler guter Nachrichten bei Jürgen Müller, Area General Manager EMEA bei Novell, nach, wo der Schuh vielleicht doch noch drücken könnte.

Rein finanziell hat sich das Abkommen mit Microsoft offenbar gelohnt. Zahlreiche Supportzertifikate wurden verkauft und Microsoft hat weitere beordert. Scheinbar ist die Akzeptanz des viel kritisierten Nichtangriffspaktes bei den Anwendern nicht das Problem.

Klicken sie auf das Steuerelement, um das Interview mit Jürgen Müller, General Manager Novell, zu sehen.

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Doch auch wenn Redmond zugesichert hat, dass kein Suse-Anwender je von Microsoft vor Gericht zitiert werden wird, bleiben Novell und Microsoft konkurrierende Unternehmen. silicon.de wollten von Jürgen Müller wissen, wie das zusammenpasst.

“Die Welt ist einfach zu bunt, als dass man sie schwarz und weiß malen könnte”, erklärt der Novell-Manager. Da wo es Sinn mache, kooperiere man. In anderen Bereichen, wie etwa bei Groupware-Lösungen stünden sich die Unternehmen jedoch als Konkurrenten gegenüber.

Aber warum sollten sich Anwender überhaupt für eine Open-Source-Lösung entscheiden? Müller berichtet aus seiner Praxis, dass es neben Kostenvorteilen vor allem Technologien wie etwa Virtualisierung sind, die die Anwender motivieren, sich für eine offene Lösung zu entscheiden.

Nachdem es inzwischen Support- und Maintainance-Angebote für Enterprise-Lösungen zum Beispiel mit SAP gibt, ist die Frage, ob Open Source überhaupt Sinn mache, bei den Anwendern nicht mehr present. Inzwischen scheint diese Technologie auf dem gleichen Niveau angekommen zu sein, wie kommerzielle Lösungen. “Man ist jetzt auf gleicher Augehöhe.” Unternehmen, die ausschließlich mit quelloffenen Technologien arbeiten, kenne Müller bisher jedoch nicht.

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