Deutsche Telekom verliert Chef-Finanzer Eick

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Telekom-Urgestein Karl-Gerhard Eick geht. Der Vorstand Finanzen bei der Deutschen Telekom wird sein Mandat zum 28. Februar 2009 niederlegen. Und er wird sogar die Telekom verlassen. Das teilte der in Bonn und Düsseldorf ansässige TK-Konzern jetzt mit.

Eick hat den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom gebeten, sein noch bis 2012 laufendes Mandat als Finanzvorstand vorzeitig zu beenden. Und der Aufsichtsrat entsprach dem Wunsch. Eick wird noch bis Ende Februar bei der Deutschen Telekom bleiben und zum 1. März ausscheiden. Er wird Aufgaben bei einem noch ungenannten anderen Konzern übernehmen.

Eick scheidet offenbar nicht im Unfrieden. Sowohl Prof. Ulrich Lehner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Telekom, als auch CEO Rene Obermann bedauerten Eicks Schritt. Lehner: “Wir verlieren einen ausgezeichneten Fachmann, respektieren aber natürlich seine Entscheidung.” Obermann sagte: “Er ist dem Unternehmen seit langem verbunden und hat während seiner neun Jahre bei der Deutschen Telekom viele schwierige Situationen gemeistert: So hatte er maßgeblichen Anteil an der Entschuldung des Unternehmens Anfang der 2000er Jahre. Auch wenn ich seine Entscheidung nachvollziehen kann, eine neue, interessante Herausforderung außerhalb des Unternehmens anzunehmen, bedauere ich seinen Weggang.”

Eick hielt sich bezüglich seiner neuen Stelle bedeckt. Der Betriebswirt war bis 1988 in verschiedenen Positionen für die BMW AG in München tätig. Dann folgten Managerposten bei WMF AG, Carl Zeiss Gruppe, Franz Haniel & Cie. GmbH und Gehe AG. Im November 1999 kam Eick zur Deutschen Telekom, wo er seit Jahresbeginn 2000 Mitglied des Vorstandes ist und den Vorstandsbereich Finanzen leitet. Seit 2004 ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender.