Microsoft verstärkt Kampf gegen Raubkopien

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Wenn ein Verkaufsstopp einen Betriebssystems naht, wie bei Windows XP, steigt oft die Anzahl illegaler Kopien. Aus diesem Grund hat Microsoft in den vergangenen Wochen zahlreiche Testkäufe durchgeführt.

Sie zeigten, dass auch jetzt die Zahl der Fälschungen wieder deutlich zunahm. Fälschungen verursachen in der IT-Branche große wirtschaftliche Schäden und behindern aus Sicht der Industrie sogar die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Daher ruft Microsoft Kunden und Händler auf, Softwarepiraterie zu melden.

“Mit den Testkäufen decken wir den Vertrieb illegaler Kopien auf, um im Anschluss die Fälscher zur Verantwortung zu ziehen”, erklärt Robert Helgerth, Direktor Mittelstand & Partner der Microsoft Deutschland GmbH. Zusätzlich klärt Microsoft -­ wie bereits in der Vergangenheit -­ Markt, Kunden und Partner über die negativen Folgen von Softwarepiraterie auf. “Uns ist es wichtig, dass jemand, der Software kaufen möchte, nicht Betrügern und Fälschern zum Opfer fällt”, so Helgerth weiter.

Eine aktuelle Studie von IDC im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) zeigt auf, dass der Anteil raubkopierter Software in Deutschland derzeit bei 27 Prozent liegt. Damit wird die IT-Branche als einer der wichtigsten Wachstumsmotoren für Deutschland empfindlich getroffen. Die BSA hat ermittelt, dass etwa 12.300 neue Arbeitsplätze geschaffen, 6,4 Milliarden Dollar zusätzlicher Umsatz erwirtschaftet und 1,9 Milliarden Dollar Steuereinnahmen generiert werden könnten, wenn der Anteil an illegal kopierter Software in Deutschland um zehn Prozent gesenkt werden könnte.

Um Kunden und Händler vor Softwarepiraterie zu schützen, ruft Microsoft dazu auf, Softwarepiraterie zu melden. Sollten Endverbraucher oder Unternehmer Raubkopien angeboten bekommen oder merken, dass ihnen gefälschte oder manipulierte Software verkauft wurde, wird dringend empfohlen, den Verdacht zu melden. Microsoft geht jedem einzelnen Hinweis nach und prüft ihn sorgfältig. Wenn sich ein Verdacht bestätigten sollte, leitet das Unternehmen dann weitere Schritte in die Wege. Per Abmahnung, Klage oder Strafanzeige geht Microsoft gegen betrügerische Händler vor und arbeitet darüber hinaus eng mit Zoll, Polizei- und Ermittlungsbehörden zusammen.