Berlusconi will den durchsichtigen Surfer

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Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will durchsetzen, dass jeder Internetnutzer eine Identifizierungsnummer erhält. Er will internationale Regeln für das Internet aufstellen und diese auch den anderen industrialisierten Ländern aufzwingen.

Seine Forderung will er beim nächsten G8-Gipfel im Juni 2009 auf der italienischen Insel Magdalena vortragen. Der Gipfel steht zum dritten Mal unter dem Vorsitz von Berlusconi.

“Wir brauchen klare Regeln für alle, da das Internet ein offenes Forum der ganzen Welt ist. Wir werden unseren Partnern einen Vorschlag zur Internet-Regelung mit internationaler Perspektive unterbreiten”, erklärte Berlusconi. Laut Gerüchten wolle der Ministerpräsident damit vor allem Pornografie und Pädophilie im Internet bekämpfen.

Nach einem Bericht der Presseagentur APA will Berlusconi jedem Surfer eine Erkennungsnummer aufzwingen, durch die dann jeder im Netz identifizierbar ist. Es ist jedoch anzuzweifeln, dass die anderen G8-Teilnehmer auf den Vorschlag positiv reagieren. Mit heftiger Kritik ist vor allen von Seiten der EU-Medienkommissarin Viviane Reding zu rechnen. Sie hatte schon in der Vergangenheit erklärt, dass sie gegen eine Regulierung des Internets sei.