2008: Das Jahr in dem die GPU über die CPU triumphierte

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Wenn man das Jahr 2008 Revue passieren lässt, kommt man an einem Meilenstein der IT nicht vorbei: Dies war nämlich ein revolutionäres Jahr für die Hardware – insbesondere für Rechenzentren und Anwender von High Performance Computing. Erstmals nämlich boten Grafikchips mehr Rechenleistung als herkömmliche CPUs.

Den Durchbruch in Sachen Rechenleistung vermeldete zunächst Nvidia Mitte des Jahres. Der Hardware-Experte brachte mit ‘Tesla’ einen Grafikprozessor (GPU) speziell für das High Performance Computing (HPC) auf den Markt, der die 30-fache Performance der zu diesem Zeitpunkt schnellsten x86-CPU bot.

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Anlässlich der International Supercomputing Conference (ISC) in Dresden im Juni präsentierte das Untrenehmen dann die Grafikkarte ‘FireStream 9250’, die erstmals die Ein-Teraflop-Schallmauer durchbrach. Bei Firestream handelt es sich aber um eine Mischform, in der Grafikprozessoren (GPUs) als Co-Prozessoren genutzt werden. Diese Entwicklung soll im kommenden Jahr im sogenannten Fusion-Projekt kulminieren.

“Grundsätzlich ist die CPU bereits tot”, tönte daher bereits im April Nvidia-Manager Roy Taylor. “Computer brauchen keine schnellen Prozessoren mehr, sondern leistungsstarke Grafikkarten.” Konkurrent AMD und seine Grafikabteilung ATI hielten dagegen und stellten ebenfalls im Juni zwei eigene Grafikarten vor. Sie basieren auf dem Grafikchip RV770, den AMD zum Beispiel auch als Beschleuniger im High Performance Computing als GPGPU (General Purpose Grafics Processing Unit) einsetzt.

Fotogalerie: Rückblick: Supercomputer Konferenz 2008

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