Siemens-Schmiergeld: von Pierer wusste Bescheid

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Dieser Ansicht ist zumindest das US-Justizministerium, das dem ehemaligen Siemens-Chef Heinrich von Pierer jetzt vorwirft, von den illegalen Korruptionspraktiken in seinem Unternehmen gewusst zu haben.

In der 40 Seiten umfassenden Anklageschrift, die das US-Justizministerium jetzt bei einem Gericht in Washington eingereicht hat, wird neben dem Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger auch Klaus Kleinfeld – von Pierers Nachfolger an der Konzernspitze – in den Papieren geführt.

Diese Ergebnisse stammen in erster Linie aus internen Ermittlungen des Aufsichtsrates bei Siemens, der von den genannten Millionensummen Schadensersatz fordert. Nun hat zum ersten Mal eine Behörde diese Vorwürfe übernommen. In Klarnamen taucht die ehemalige Siemens-Spitze jedoch nicht auf.

Es ist lediglich von Officer A, Officer C und Officer G die Rede. Allerdings lassen sich diese Platzhalter schnell von Pierer, Neubürger und Kleinfeld zuordnen. Das interne Kontrollsystem habe die Leitung über die illegalen Vorgänge in Kenntnis gesetzt, diese hätten jedoch nicht reagiert, heißt es in der Anklage.

Kleinfeld, von Pierer und Neubürger betonen jedoch nach wie vor ihre Unschuld.

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