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Der künftige SAP-Chef Léo Apotheker bereitet einen tief greifenden Umbau des Unternehmens vor. Apotheker ist derzeit noch Co-CEO. Er übernimmt im Mai 2009 allein die Führung, wenn sich Co-CEO Henning Kagermann planmäßig zurückzieht.

“Viel mehr Tempo, wir brauchen deutlich mehr Tempo”, sagte Apotheker jetzt dem manager magazin. SAP solle künftig schneller kostengünstiger und innovativer arbeiten. “Diesen neuen Takt werden wir schneller hinbekommen, als die meisten glauben.”

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, will Apotheker Doppelfunktionen streichen und die derzeit bis zu zehn Hierarchiestufen reduzieren. “Nur eine Hierarchie weniger wäre Kosmetik.” Zudem wird das Lean Management eingeführt – ausdrücklich nach dem Vorbild des Autobauers Toyota. “Die Softwarebranche ist dabei, eine echte Industrie zu werden. Lean Management wird enorm helfen, Produkte schneller an den Markt zu bringen.”

Nach der Finanzkrise will Apotheker auf diesem Wege SAP wieder zu Wachstum verhelfen. “Ziel muss sein, dass SAP weiterhin langfristig zweistellig wachsen wird. Und ich möchte auch die Rendite der SAP verbessern”. Im Jahr 2008 will SAP eine operative Marge von 28 Prozent erreichen.

SAP fährt derzeit wegen des Auftragseinbruchs angesichts der Finanzkrise einen rigorosen Sparkurs. Nachdem es Probleme mit der ERP-as-a-Service-Software ‘BusinessByDesign’ gibt, hat der Konzern derzeit kein Produkt, das ein nachhaltiges Wachstum verspricht.

Zuletzt hatten sich die deutschsprachigen SAP-Anwender gegen das Unternehmen durchgesetzt und SAP dazu gebracht, eine Preiserhöhung für Support-Leistungen in Deutschland und Österreich wieder zurückzunehmen.

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Ein Kommentar zu SAP wird umgebaut

  • 19.12.2008 um 07:46 von Ingeborg

    Schafft sich Herr Apotheker selbst ab?
    Wenn Herr Apotheker den Abbau von Doppelfunktionen fordert, meint er dann sich selbst? Denn unter Doppelfunktionen versteht man eine Situation, in der zwei Personen dasselbe machen und eigentlich einer überflüssig ist. Also wie bei ihm und dem anderen SAP-Vorstandsvorsitzenden, Professor Kagermann.

    Und nachdem Herr Apotheker in den letzten Monaten mit seinem unsensiblen Umgang mit Kunden so negativ in der Öffentlichkeit aufgefallen ist, fragt man sich natürlich, auf wen das SAP-Umfeld eher verzichten könnte.

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