Krippen-GPS bewahrt Jesuskind vor Abwegen

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Alle Jahre wieder zu Weihnachten haben die US-Kirchen ein Problem – ihre Jesuskinder verschwinden. Ein Wunder kann in 99,9 Prozent der Fälle ausgeschlossen werden – vielmehr werden die Krippenfiguren Opfer von Streichen, Diebstahl oder Vandalismus. Immer mehr Kirchen überwachen deshalb Maria und Josef, das Jesuskind, die Heiligen Drei Könige und überhaupt das gesamte Krippenpersonal per Hightech.

Die oft lebensgroßen Krippenfiguren werden mit GPS-Empfängern ausgerüstet und sollen gemeinsam mit versteckten Kameras dabei helfen, die Übeltäter zu entlarven beziehungsweise die oft teuren Figuren wieder aufzuspüren.

Vor allem die Unternehmen BrickHouse Security und Lightning GPS haben sich in US-Kirchenkreisen einen Namen gemacht. Sie verleihen in der Weihnachtszeit GPS-Geräte und Videokameras kostenlos an kirchliche Einrichtungen im ganzen Land. Sobald ein Objekt außerhalb eines festgelegten Radius gelangt, wird Alarm ausgelöst. E-Mails werden an Kirche und das Unternehmen geschickt, das die Ortung übernimmt.

“Der GPS-Empfänger ist so groß wie ein Kartenspiel. Wenn die Figur eine kleine Aushöhlung hat, lässt er sich darin verstecken”, sagt BrickHouse-CEO Todd Morris. In diesem Jahr habe das Unternehmen 70 Anfragen von Kirche erhalten, eine davon aus Neuseeland.

Early Adopter in Sachen Krippen-GPS ist übrigens das Gemeindezentrum der Stadt Wellington bei West Palm Beach. In drei aufeinanderfolgenden Jahren verschwand dort die Jesusfigur – 2007 wurde ein GPS-Empfänger angebracht, seitdem bleibt das Jesuskind brav in seiner Krippe.