Freenet-Chef Spoerr geht

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Der Chef des Mobilfunkunternehmens Freenet, Eckhard Spoerr, räumt seinen Posten. Nach monatelangen Querelen will der Manager damit mehr Ruhe ins Unternehmen bringen. Spoerr werde auf eigenen Wunsch zum 23. Januar 2009 gehen, teilte das Unternehmen mit, ohne eine Begründung zu nennen.

Der Aufsichtsrat nehme die Entscheidung “mit Bedauern und Respekt” zur Kenntnis. Neuer Vorstandssprecher wird Joachim Preisig, bislang Vorstand für den Bereich Operations & Integrations. Die Position des Vorstandschefs soll neu besetzt werden. Die von Spoerr eingeschlagene Unternehmensstrategie werde auch weiterhin voll unterstützt, hieß es in der Ad-hoc-Mitteilung. “Das beschlossene Integrationskonzept wird in voller Konsequenz umgesetzt.”

Spoerr selbst begründete seinen Abgang in einer Stellungnahme mit seinem Wunsch nach einer “Befriedung der Gesellschaft”, deren langfristiges Wohl oberste Priorität vor persönlichen Befindlichkeiten habe.

“Die Freenet AG hat sich als drittgrößtes Mobilfunk-Unternehmen fest in Deutschland etabliert. Allerdings braucht das Unternehmen in der jetzigen Situation der Integration vorrangig Ruhe und Konzentration auf die Integrationsmaßnahmen und das operative Geschäft. Aufgrund des bestehenden Aktionärskreises und der wohl polarisierenden Wirkung meiner Person, ist dies unter diesen Umständen nicht gegeben”, sagte der Freenet-Chef.

Freenet äußerte sich nicht zu den Gründen über Spoerrs Weggang. Reuters hatte jüngst aus Unternehmenskreisen erfahren, der Freenet-Chef gerate unter Druck, weil Investoren keine Strategie für den Mobilfunkdienstleister erkennen würden und der Verkauf der DSL-Sparte stocke.