Dell baut Firmenkundengeschäft um

CloudEnterpriseJobsManagementServer

Der weltweit zweitgrößte Computerhersteller Dell hat eine weitere Umstrukturierung bekannt gegeben. Im Mittelpunkt des Umbaus steht das Geschäft mit den Firmenkunden. Statt einzelner Ländergesellschaften gebe es künftig drei weltweite Bereiche für Großkunden, für kleinere und mittlere Unternehmen sowie für die öffentliche Hand.

Der Privatkundenbereich unter der Führung von Ron Garriques wurde bereits entsprechend umstrukturiert. Durch diese Maßnahmen erhofft sich Dell Synergie-Effekte sowie eine stärkere Fokussierung auf die jeweiligen Marktbedürfnisse.

Der Computerbauer kämpfte zuletzt auch infolge der Finanzkrise mit einer schwächeren Nachfrage und sinkenden Gewinnen. Der Konzern steuert mit massiven Einsparungen und dem Abbau tausender Jobs gegen. Hauptkonkurrent ist der weltweite Marktführer Hewlett-Packard.

Dells Geschäft mit Privatkunden ist bereits global organisiert. Das habe sich als erfolgreich erwiesen, sagte Konzernchef und Firmengründer Michael Dell laut der Mitteilung. Lange Zeit verkaufte der Hersteller seine Computer ausschließlich über das Internet, inzwischen läuft der Vertrieb auch über große Elektronik-Ketten.

Im Zuge der Neuorganisation gab Dell außerdem das Ausscheiden vono zwei Top-Managern bekannt. Mike Cannon, bislang President Global Operations, werde mit Wirkung zum 31. Januar durch Jeff Clarke ersetzt, der die Verantwortung für den Bereich Global Operations zusätzlich zu seinen jetzigen Aufgaben als Leiter der Business Client Product Group übernehmen wird. Außerdem werde der Chief Marketing Officer Mark Jarvis den Konzern zum Ende dieses Quartals verlassen. Die Nachfolge von Jarvis werde Erin Nelson, der zuvor Vice President of Marketing für Dell Europa, Mittlerer Osten und Afrika war, übernehmen.

Analysten sehen die Restrukturierung nach dem Ausscheiden der beiden Top-Manager in Gefahr. Cannon, der im Februar 2007 zu Dell gekommen war, sei die Schlüsselrolle bei der Straffung der Produktion zugedacht gewesen. Er sollte die auf drei Jahre angelegte Neuordnung begleiten. Jarvis wiederum sollte dem Unternehmen ein neues Image verschaffen.