Der Security-as-a-Service-Dienstleister ScanSafe hat aus der Beobachtung des Internet-Verkehrs auf fünf Malware-Trends für 2009 geschlossen. Generell gilt demnach, dass die Anwender diesen Gefahren mehr als bisher ausgesetzt sind.
Allerdings werden auch zunehmend Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Vorhersagen beruhen nach Angaben von ScanSafe auf der Analyse von 20 Milliarden Web-Anfragen, die der Sicherheitsdienstleister monatlich für Unternehmenskunden prüft. Die Prognosen lauten im Einzelnen:
1. Malware-Attacken beeinträchtigen Werbeumsätze mit Internet
Weiter zunehmende Malware-Vorfälle und der anhaltende Befall seriöser Seiten führen dazu, dass die Anwender sich mit Techniken ausrüsten, die Inhalte wie Werbung abblocken. Deshalb sagt ScanSafe für 2009 sinkende Werbeeinnahmen voraus.
2. Abnehmender Kreditkartenbetrug führt zu mehr Angriffen auf Online-Konten
Aufgrund der weltweiten Finanzkrise verstärken Banken die Sicherungen bei Kreditkartenzahlungen. Dadurch sinken die Fälle, in denen Kunden für Produkte zahlen müssen, die sie nie bestellt haben. Das Versiegen dieser indirekten Einnahmequelle werden Angreifer durch ausgefeiltere Phishing-Attacken ausgleichen, um mit den ausgespähten Bankdaten Online-Konten direkt zu plündern.
3. Gezielte Angriffe auf börsennotierte Firmen nehmen zu
Die globale Wirtschaft verschärft den Konkurrenzkampf gerade zwischen den großen Unternehmen. Um so gefährdeter sind patentfähige Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung. ScanSafe nimmt an, dass im Web zunehmend Malware für derartige Wirtschaftsspionage auftaucht.
drucken
Neuester Kommentar
Ein Kommentar zu Malware-Trends 2009
beeinträchtigen Werbeumsätze?
falsch gedacht: die zunehmend mehr irritierende Werbung – z.B. die dummen Popups einiger DSL Anbieter, die sich vor die angesurfte Site schieben und manchmal nur schwierig wieder loszuwerden sind – führen zum Einsatz von Werbeblockern, die wiederum auch die Wirkung und die Einnahmen weniger aufdringlicher Werbung reduzieren.
Dass ein Werbeblocker vielleicht auch die Malware-Bedrohung insgesamt reduziert, mag ein positiver Nebeneffekt sein