Ein Roboter aus dem Bratwurstland

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Thüringen ist für Bratwürste und Klöße bekannt – hat aber auch High-Tech-Überraschungen in petto. Der Thüringer Ben Schaefer baute mit 14 Jahren seinen ersten Roboter. Im Alter von 19 Jahren siegte er mit dem Roboter ‘Ben junior’ im europäischen Wettbewerb ‘Europa in der Schule’.

Mittlerweile ist Schaefer 28, Diplom-Ingenieur für Mechatronik und Automation – und Chef des Ilmenauer Unternehmens H&S-Robots (Humanoid and Special Robots). Spezialgebiet der Firma: humanoide Roboter, Knickarm-Roboter, tierähnliche Roboter und Sonderroboter.

Ein H&S-Produkt ist ‘Rhoni’ – ein 1,80 Meter großer und etwa 75 Kilo schwerer humanoider Roboter. Rhoni (sprich Ruuni) ist ein amerikanischer Vorname, der sowohl für Jungen wie für Mädchen gewählt werden kann.

Der Prototyp kann bereits eine ganze Menge: er bewegt die Finger, hebt und senkt die Augenbrauen, dreht den Oberkörper und rollt vorwärts. Angetrieben wird er von Servomotoren.

Es fehlen jedoch die Beine – und die Fortbewegung ist der schwierigste Part, so Schaefer. Der Ingenieur hat Rhoni daher in die Hochschule Niederrhein gebracht – Studenten des Wirtschaftsingenieurwesens sollen ihm das Laufen beibringen. Das sei eine riesige Herausforderung für Ingenieure, Techniker und Programmierer, sagte Schaefer.