Deutsche Software: Licht und Schatten

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Im neuen Jahr haben deutsche Unternehmen klare Vorstellungen davon, was sie von ihrem Software-Lieferanten erwarten. Das geht aus der Studie ‘Software – Made in Germany’ hervor, die das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag des Hamburger Software-Herstellers PPI durchgeführt hat.

Die Daten wurden vom 19. bis zum 24. August 2008 erhoben. 217 IT-Entscheider aus verschiedenen Branchen nahmen an der Befragung teil. Nach Angaben von PPI fordern 95 Prozent der Firmen vor allem regelmäßige Updates, die der Dienstleister am besten selbst durchführt und nicht nur bereitstellt.

Genauso viele IT-Verantwortliche erwarten, dass ihr Software-Lieferant ihnen bei Fragen noch schneller und kompetenter zur Seite steht. Darüber hinaus können IT-Anbieter glänzen, indem ihre Produkte bei der Erstinstallation weniger Anfangsfehler aufweisen. Bisher bemängeln drei von vier Einkäufern, dass externe Firmensoftware noch zu häufig mit Fehlern behaftet ist und sie deshalb nachbessern müssen.

Zwischen den Erwartungen an die Software-Hersteller und den Erfahrungen mit IT-Partnerschaften klafft somit eine Lücke. Einerseits sind 78 Prozent davon überzeugt, dass Arbeitsprozesse durch die Auslagerung an einen externen Software-Anbieter effektiver gestaltet werden können. Andererseits bemängeln beispielsweise zwei von drei IT-Managern das Preis-Leistungsverhältnis der eingekauften IT-Anwendungen.

60 Prozent beanstanden, dass IT-Dienstleister sie zu häufig mit Standardlösungen abspeisen. Die IT-Besonderheiten in den Unternehmen – beispielsweise das Anbinden an die Kunden-IT durch spezielle Schnittstellen – werden zu wenig berücksichtigt. Das gilt besonders für Finanzdienstleister, Handelsbetriebe sowie Unternehmen der öffentlichen Verwaltung. Hier fühlen sich rund 80 Prozent von ihrem Software-Lieferanten schlecht verstanden.