Siemens spart bei Dienstwagen

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Der Münchner Konzern will Top-Managern eine Prämie zahlen, wenn sie auf den Dienstwagen verzichten. Ein Siemens-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Demnach sollen Führungskräfte ab dem 1. Februar eine monatliche ‘Mobilitätszulage’ von 650 Euro brutto bekommen, wenn sie vom Dienstwagen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Betroffen sind etwa 2500 Manager in Deutschland, die bisher Fahrzeuge der oberen Mittelklasse fahren – vorwiegend von Audi, BMW, Mercedes oder VW.

Hintergrund ist, dass die Siemens-Dienstwagenflotte an den Klimaschutzzielen der EU-Kommission ausgerichtet wird. Wer auf einem Dienstwagen besteht, soll ein sparsames Auto nutzen. Je höher der Schadstoffausstoß sei, desto geringer werde der Zuschuss des Unternehmens ausfallen, sagte der Sprecher. Siemens habe die Manager in einer Hausmitteilung bereits informiert. Man gehe von einer positiven Resonanz aus.

Unterdessen wurde bekannt, dass Siemens im Korruptionsskandal einen Millionenbetrag aus einer vor Jahren abgeschlossenen Versicherung erhalten könnte. Der Skandal hat den Konzern bislang fast zwei Milliarden Euro gekostet.

Siemens hatte sich für Schäden, die von Vorständen oder Aufsichtsräten verursacht werden, bei einem Konsortium unter Führung der Allianz mit 250 Millionen Euro versichert. Nach dem Bericht der Süddeutschen Zeitung verhandelt Siemens derzeit mit dem Konsortium – das offenbar bereit ist, einen Teil der Deckungssumme auszuzahlen.