Qimonda ist insolvent

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Nachdem das Rettungspaket der sächsischen Regierung geplatzt ist, muss Chiphersteller Qimonda Insolvenz beantragen. Die finanzielle Situation hatte sich für den angeschlagenen Hersteller in den vergangenen Wochen zusätzlich verschärft.

Noch gestern hatte ein Sprecher von Infineon gegenüber silicon.de erklärt, dass die Gespräche mit der Regierung des Bundeslandes noch offen sind, wollte jedoch den Stand der Verhandlungen nicht weiter kommentieren.

13.000 Arbeitsplätze stehen jetzt auf der Kippe. Laut Agenturmeldungen hieß es zunächst vom Amtsgericht München, dass “ein Eigenantrag eingegangen” sei. Jetzt muss ein Richter entscheiden, wie es mit der Infineon-Speichertochter und den Standorten in Dresden, München und im portugiesischen Porto weitergehen soll.

Um 10.40 Uhr meldete auch Qimonda in einer Aussendung die Insolvenz. Betroffen, so heißt es da, seien die Standorte in Dresden und München. Das Amtsgericht München werde einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen, heißt es weiter. Der muss sich in den nächsten Wochen zunächst einmal einen Überblick über das Unternehmen verschaffen. Wie es mit dem Standort in Portugal weitergeht, teilte das Unternehmen nicht mit.

“Das deutsche Insolvenzrecht bietet die Chance, unseren bereits begonnenen Restrukturierungsprozess zu beschleunigen und das Unternehmen wieder auf eine solide Basis zu stellen”, kommentiert Kin Wah Loh, Vorstandsvorsitzender von Qimonda.

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