Siemens denkt über Kurzarbeit nach

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Auch der Münchner Konzern zieht Kurzarbeit in Erwägung. Doch zunächst sollen andere Optionen geprüft werden. Siemens will in Personalfragen nicht “überreagieren” und “kurzfristig” handeln.

“Es gibt einzelne Standorte in Deutschland, an denen wir über Kurzarbeit nachdenken und in ersten Gesprächen mit den Betriebsräten vor Ort sind”, so der Personalvorstand Siegfried Russwurm gegenüber dem Münchner Merkur.

Russwurm
Personalvorstand Siegfried Russwurm

Zunächst, so Russwurm weiter, setze man jedoch auf Maßnahmen, die den Mitarbeitern keine finanziellen Opfer abverlangten. So zum Beispiel über den Abbau von Überstunden. “Erst wenn dies nicht mehr ausreichen sollte, werden wir andere Maßnahmen wie eine tarifliche Arbeitszeitverkürzung oder Kurzarbeit einsetzen”, so Russwurm.

Auch bei den Dienstwägen will Siemens sparen. Führungskräfte sollen ab dem 1. Februar eine monatliche ‘Mobilitätszulage’ von 650 Euro brutto bekommen, wenn sie vom Dienstwagen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Betroffen sind etwa 2500 Manager in Deutschland, die bisher Fahrzeuge der oberen Mittelklasse fahren – vorwiegend von Audi, BMW, Mercedes oder VW. Diese Maßnahme zielt jedoch eher auf die Einhaltung der EU-Klimaschutzziele, als auf große finanzielle Einsparungen.

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