Datendienste treiben UMTS-Akzeptanz

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Der Industrieverband Bitkom veröffentlichte auf einem internationalen Mobilfunkkongress in Barcelona positive Nachrichten: Demnach hat sich das Warten auf den Durchbruch für UMTS gelohnt. In diesem Jahr wird die Zahl der UMTS-Nutzer rasant zunehmen. Der Haupttreiber ist dabei der selbstverständliche Umgang mit Datendiensten.

Zum Jahreswechsel gab es knapp 16 Millionen UMTS-Anschlüsse in Deutschland. In diesem Jahr soll die Zahl um gut 40 Prozent auf 22,7 Millionen Anschlüsse steigen. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) anlässlich der Mobilfunkmesse Mobile World 2009 mit. Grundlage der Daten ist eine Bitkom-Umfrage bei den Mobilfunkbetreibern.

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Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer machte die neue Generation der Smartphones für diesen Boom verantwortlich. Schließlich werden diese Mini-Notebooks häufig mit integriertem Mobilfunkzugang oder USB-Stick für das drahtlose Internet angeboten. Dieser Trend kann nach Einschätzungen des Branchenmagazins Unstrung dazu führen, dass Packet Management Solutions immer notwendiger werden. Diese – auch als “Breitband-Polizei” bekannten – Lösungen sollen dafür sorgen, dass die bezahlte und vereinbarte Bandbreite für eine bestimmte Anwendung zur Verfügung steht. Alcatel-Lucent, Ericsson und Nokia Siemens Networks sind die Löwen in diesem Marktsegement.

Der Umsatz mit mobilen Datendiensten legt in Deutschland 2009 laut dem europäischen Marktforschungsverband EITO voraussichtlich um 8 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zu. Das entspricht einem Viertel des Gesamtmarkts im Mobilfunk. Scheer sagte: “Datendienste sind der Treiber der Telekommunikation.” Dabei sind nach Birkom-Berechnungen die Umsätze mit mobilem Internetzugang und mobiler Mail mittlerweise höher als die Erlöse aus dem SMS- und MMS-Versand. Der Gesamtumsatz mit Mobilfunkdiensten wächst im Jahr 2009 voraussichtlich um 0,3 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro, hieß es weiter. Die Umsätze mit Handy-Gesprächen fallen wegen sinkender Tarife und Flatrates voraussichtlich um 2 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro.