Intel und Nvidia streiten um Chipsätze für Nehalem

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Der Chipriese Intel hat beim US-Gericht im Bundesstaat Delaware eine einstweilige Verfügung beantragt, mit der er dem angeschlagene Prozessor-Hersteller Nvidia untersagen will, Chipsätze für Intels Nehalem-Prozessoren auf den Markt zu bringen.

Das vereinbarte Lizenzabkommen zwischen Intel und Nvida gelte nicht für Intels aktuelle CPU-Generation. Nach Aussagen von Intel gelte das Lizenzabkommen nur für Chipsätze von Intel-Prozessoren, welche nicht über einen eigenen Speichercontroller verfügen.

“Wir verhandeln seit einem Jahr mit Nvidia, um dieses Problem beizulegen, leider jedoch ohne Erfolg”, teilte Intel mit. “Daher ziehen wir vor Gericht, um die Meinungsverschiedenheit zu klären.” Das zuständige Gericht soll nun klären, ob Nvidia mit der Fertigung von Chipsätzen für die Core-i7-Prozessoren gegen die Lizenzvereinbarung verstoßen habe.

Nvidia ist hingegen davon überzeugt, dass die mit Intel vereinbarte Lizenz auch für die aktuelle Nehalem-Generation gelte. “Dies ist eindeutig ein Versuch, Innovationen zu unterdrücken, um ein rückläufiges CPU-Geschäft zu schützen”, erklärte Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang.