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Die SEP AG ist ein Experte für Datenverfügbarkeit. Die SEP-Softwarelösungen heißen ‘sesam’, ‘sesam bare system recovery’ und ‘live recovery’. 1998 entschied sich das Unternehmen dazu, Linux als Hauptplattform zu verwenden – nicht zuletzt wegen intensiver Kontakte zur Suse AG, jetzt Novell, sowie der Red Hat Inc.

In den Augen von Hubert Schweinesbein, Director Partner Sales EMEA, sind Open-Source-Produkte ideal für SEP als Backup- und Disaster-Recovery-Anbieter. Neben den technischen Vorzügen habe das Unternehmen auch die Vorteile der kostenfreien Lizenzen für die Betriebssysteme, Datenbanken usw. für die ‘sesam’-Test-Versionen verwenden können.

“Viele IT-Verantwortliche nutzen die Möglichkeit Open-Source-Lösungen erst auf ihre Betriebstauglichkeit ausführlich zu testen um Fehlkäufe zu vermeiden. Sie schätzen auch die zusätzliche Sicherheit, im ‘Bedarfsfall’ den Quellcode zur Verfügung zu haben”, so Schweinesbein. Heute würden etwa 65 Prozent der SEP sesam-Installationen unter Linux betrieben. Die restlichen 35 Prozent laufen unter Microsoft Windows und Unix.

silicon.de unterhielt sich mit dem Manager, der vor seiner Zeit bei SEP schon für Open-Xchange und Suse in leitender Position tätig war.

silicon.de: SEP hat den Quellcode von Teilen seines Softwareangebotes offen gelegt. Welche Teile sind dies genau?

Schweinesbein: SEP bietet unterschiedlichste Module für die verschiedenen Aufgaben rund um das Thema SEP sesam Server Backup, Restore und Recovery an. Im wesentlichen sind dies:

  • der SEP sesam Storage Server, zur Steuerung des Datenflusses zwischen Server und Klienten bzw. Server und Backupmedien;
  • die SEP-Klienten für die jeweiligen Betriebssysteme, zur Sammlung und Konsolidierung der Daten auf den jeweilig zu sichernden Rechnern;
  • spezifische Erweiterungen zur unterbrechungsfreien Sicherung von Datenbanken, Groupwaresystemen, Novell-Umgebungen und virtuellen Systemen
  • und die Module zur einfachen Verwaltung des SEP Storage Servers, das Server-Management-Modul und die graphische Benutzeroberfläche.

In einem ersten Schritt haben wir den SEP-Klienten für Linux- und Unix-Systeme unter GPL gestellt.