Software-Patente: “Es war furchtbar!”

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Der Hannoveraner Anbieter von digitalen Landkarten, 123map, hat nicht nur ein eigenes Patent, sondern lizenziert auch geistiges Eigentum von Microsoft. silicon.de hat mit Detlev Reiners, dem CEO des Mittelständlers, über die Schwierigkeiten gesprochen, in Deutschland ein Patent anzumelden.

123map verfügt über eine patentierte Technologie, mit der sich Kartendaten extrem komprimieren lassen, ohne dass Qualität oder Detailreichtum darunter leiden. Damit sind sie besonders für den Abruf über das Internet oder Mobiltelefone geeignet. Dank einer Microsoft-Lizenz kann 123map Kartenbilder mit zusätzlichen geographischen Informationen überlagern.

silicon.de: Herr Reiners, sie haben eine Microsoft-Technologie lizenziert, warum?

Reiners: Wir haben programmiert und irgendwann gemerkt: wenn das richtig gut laufen soll, dann brauchen wir eine Lizenz für das Patent. Jetzt können wir unsere vektorbasierten Applikationen und detaillierten geographischen Informationen schneller und günstiger anbieten.

silicon.de: Gab es denn Probleme mit Microsoft, etwa langwierige Verhandlungen?

Karte von 123map
Der Service von 123map mit der Microsoft-Technologie

Reiners: Nein, ganz im Gegenteil. Wir haben eine Anwaltskanzlei damit beauftragt. Wir hatten etwa zwei bis drei Wochen Kontakt mit den zuständigen Microsoft-Stellen und dann ging das überraschend schnell und unkompliziert vonstatten.

silicon.de: Steht das Patent in einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis?

Reiners: Sonst hätten wir das nicht gemacht. Ohne das Patent hätten wir den schwierigen Weg weitergehen müssen und hätten so programmiert, dass wir nicht gegen dieses Patent verstoßen. Das hätte uns dann auch Geld gekostet. Wir mussten eben ausrechnen, was uns teurer kommt. In diesem Fall können wir damit durchaus leben.

silicon.de: Sie haben selbst ebenfalls ein Patent, wie sind ihre Erfahrungen hier?

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